Nebenberufliche Selbstständigkeit

Nebenberufliche Selbstständigkeit

Eine weitere Möglichkeit für einen Nebenjob bietet eine nebenberufliche Selbstständigkeit. Hierbei sind Sie Hauptberuflich ganz normal beschäftigt. Der Nebenjob erfolgt jedoch nicht in einer Anstellung bei einem Arbeitgeber, sondern Sie sind Ihr eigener Herr.

Merkmale einer nebenberuflichen Selbstständigkeit

Ab wann sind Sie eigentlich Selbstständig? Wann sind Sie noch angestellt? Die folgenden Kriterien müssen auf Sie zutreffen:

  • Sie dürfen nicht in den Betrieb des Auftraggebers integriert sein
  • Sie treten unternehmerisch am Markt auf
  • Sie tragen ein unternehmerisches Risiko und sind Haftbar
  • Sie sind auf eigene Gefahr und Rechnung tätig
  • Sie sind frei in der Wahl des Arbeitsortes
  • Sie entscheiden allein über die Art und dem Umfang der Tätigkeit

Wenn einer dieser Punkte nicht auf Sie zutrifft, liegt der Verdacht einer Scheinselbstständigkeit vor. Auch wenn Sie nur für einen einzigen Auftraggeber tätig sind, kann dieser Verdacht aufkommen. Hierzu sollten Sie den Steuerberater oder das Finanzamt mit ins Boot holen. Wenn Ihnen bei der nebenberuflichen Selbstständigkeit eine Scheinselbstständigkeit nachgewiesen werden kann, sind Beiträge für Steuern und Sozialversicherung von Ihrem Auftraggeber und Ihnen nachzuzahlen.

Abgrenzung Hauptberuflich

Nebenverdienst © Coloures-Pic – Fotolia.com

Ein weiterer wichtiger Punkt zur nebenberuflichen Selbstständigkeit: Sie dürfen nicht mehr Arbeitsstunden in der Woche in der nebenberuflichen Selbstständigkeit tätig sein, als in Ihrer Angestelltentätigkeit. Überschreiten Sie diese Stundengrenze, zum Beispiel indem Sie Hauptberuflich auf Teilzeit reduzieren und die nebenberufliche Selbstständigkeit ausbauen, dann werden Sie damit zum hauptberuflich Selbstständigen.

Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Ein ganz großer Vorteil der nebenberuflichen Selbstständigkeit ist die finanzielle Absicherung durch den Hauptjob. Die Miete und die täglichen Ausgaben können damit in der Regel gedeckt werden.

Sie können in Ruhe Ihre Geschäftsidee testen und müssen nicht die Ängste erleben, die bei einer Vollzeit-Existenzgründung ohne Netz und doppelten Boden drohen.

Ein weiterer Vorteil ist die soziale Absicherung, die bereits durch die Hauptbeschäftigung gegeben ist. Sie müssen im Rahmen einer nebenberuflichen Selbstständigkeit sich nicht freiwillig krankenversichern und für die Altersvorsorge zahlen.

Häufig können Sie als nebenberuflich Selbstständiger auch ein höheres Einkommen, als in einem Minijob erzielen. Weiterhin sind Sie nicht gegenüber dem Arbeitgeber im Minijob weisungsgebunden.

Mit einem Nebenjob entstehen häufig auch weitere Kosten. Als nebenberuflich Selbstständiger können Sie diese im Rahmen der Steuererklärung mit angeben. Im Minijob ist das auf Grund der Pauschalversteuerung nicht möglich.

Auf was ist zu achten?

Aller Anfang ist schwer, so ist es auch häufig in der nebenberuflichen Selbstständigkeit. Während bei einem Minijob regelmäßig das Einkommen fließt, muss in der Selbstständigkeit erst ein Kundenstamm aufgebaut werden.

Das zusätzliche Risiko und die Beschäftigung mit den Steuern und Finanzen kann sich jedoch im Rahmen der nebenberuflichen Selbstständigkeit finanziell für Sie auszahlen.