Ratgeber
Schreibe einen Kommentar

Unseriöse Job-Angebote

Das man mit dem Internet Geld verdienen kann hat sich herum gesprochen. Doch es gibt dort nicht nur seriöse Tätigkeiten wie das Texten, etc., sondern auch sehr viele unseriöse Job-Angebote. Wenn es um das Thema Geld geht, sind sehr schnell Betrüger unterwegs, die versuchen es einem abzunehmen. Hier finden Sie Informationen, wie Sie solche unseriösen Angebote erkennen und vermeiden können.

Vielleicht wurden Sie auch schon einmal von einem verzweifelten Notar aus Übersee angeschrieben, der auf der Suche nach einem Erben sich nun an Sie wendet und Ihnen ein Vermögen auszahlen will. Er benötigt nur Geld von Ihnen um die Formalitäten zu erledigen. Oder Sie haben ein Jobangebot erhalten, bei welchem Sie nichts tun müssen, außer Ihre Bankverbindung als Finanzagent bekannt zu geben. Wenn man ohne Arbeit sehr viel Geld erhalten soll, dann ist da meistens ein Haken dran. Richtig, Sie würden sich vermutlich strafbar machen auf Grund von Geldwäsche oder Online-Betrug. Die Anbieter dieser Nebenjobs suchen Sie nur als Strohmann um die eigenen Spuren zu verwischen. Haben Sie tatsächlich erst einmal Geld weitergeleitet sehen Sie es niemals wieder. Dafür sehen Sie dann demnächst den Staatsanwalt.

Wie erkennt man unseriöse Jobangebote?

Multi-Jobber © bluedesign – Fotolia.com

Wenn Sie bei Google den Begriff „Geld verdienen im Internet“ eingeben, finden Sie viele hilfreiche Informationen. Sie gelangen aber auch schnell auf dubiose Angebote. Es wird damit geworben, dass Sie mit wenig Aufwand ganz nebenbei monatlich viele hunderte bis tausende Euro verdienen können. Sie benötigen natürlich dafür keinerlei Vorkenntnisse und können einfach an automatisierten Verfahren teilnehmen und somit im Schlaf Geld verdienen. Auf einigen Seiten gibt es dann auch noch sehr schöne Videos zu sehen von Menschen am Strand, die sogar im Urlaub ihr Geld verdienen können.

Wer mit einer gesunden Skepsis durch das Leben geht kommt sehr schnell zur Erkenntniss: „Ohne Fleiß, kein Preis“. Warum sollte man im Internet für das Nichtstun so viel Geld bekommen. Und warum möchte der Versender der E-Mail oder der Websitebetreiber unbedingt, dass auch Sie in den Genuss des leicht verdienten Geldes kommen? Niemand hat Geld zu verschenken.

Wenn jemand den Stein der Weisen für sich gefunden hat und eine Einkommensquelle, dann würde dieser sich mit Sicherheit nicht als Heilsbringer aufmachen um diese Kenntnisse der Welt mitzuteilen. Diese Seiten sind Suchmaschinenoptimiert und werden mit kostenpflichtigen Google Adwords Kampagnen unterstützt. Das bedeutet, der Heilsbringer muss Geld investieren damit er Sie erreichen kann.

Die Seitenbetreiber und E-Mail-Versender haben hierbei natürlich nur eins im Kopf. Es ist Ihr Geld. Damit Sie das Geschäftsmodell übernehmen können, müssen Sie natürlich erst einmal in Vorleistung treten und Ratgeber oder Einstiegspakete kaufen. Natürlich winken auch kostenpflichtige Vertriebstrainings die absolviert werden müssen. Damit Sie selbst damit Geld verdienen können müssen Sie natürlich neue Mitglieder werben. Dafür benötigen Sie dann auch so eine tolle Vertriebspartnerseite. Sehr beliebt sind auch E-Book-Stores. Bei einem solchen Schnee-Ball-System werden Sie jedoch niemals viel Geld verdienen können. Einzig und allein derjenige, der alles gestartet hat, kann daran Geld verdienen.

Checkliste für unseriöse Job-Angebote

Da wir häufig jeden Tag Angeboten begegnen und diese häufig auch gut aufbereitet sind und nicht so plump daher kommen, finden Sie hier eine kleine Checkliste. Diese kann Ihnen helfen unseriöse Job-Angebote zu erkennen. Vertrauen Sie auch auf Ihr Bauchgefühl und den gesunden Menschenverstand. Nieman hat etwas zu verschenken:

  • Das Job-Angebot kommt per E-Mail
    Ein Unternehmen mit welchen Sie in keinerleit Beziehung stehen, wendet sich per E-Mail an Sie um Ihnen einen Job anzubieten. Seriöse Unternehmen werden nicht per E-Mail an einen großen Mailverteiler Job-Offerten versenden. Häufig sind diese auch nicht personalisiert. Nur wenn Sie bereits Kontakt zu dem Unternehmen hatten und gezielt angeschrieben werden können Sie reagieren.
  • Es winkt ein unrealistischer Verdienst
    Wenn Sie für einfache Tätigkeiten einen vierstelligen monatlichen Verdienst erhalten sollen, dann sollten Sie stutzig werden. Der Arbeitsaufwand muss immer im Verhältnis zum Einkommen stehen. Niemand hat etwas zu verschenken.
  • Das Unternehmen sitzt im Ausland
    Ein Unternehmen aus dem Ausland, zum Beispiel Honduras oder Nigeria sucht dringend Geschäftspartner in Deutschland. Auch hier sollten Sie skeptisch sein.
  • Impressum
    Jede seriöse Internetseite muss über ein Impressum auf der Seite verfügen. Deutsche Unternehmen müssen dort zum Beispiel die Handelsregisternummer und Geschäftsführung angeben. Somit haben Geschäftspartner die Möglichkeit, dass Unternehmen auf Seriösität und Bonität zu prüfen. Wenn diese Angaben fehlen, dann meistens aus guten Grund. Lassen Sie dann am besten die Finger weg.
  • Videos
    Auf der Internetseite der Job-Offerte finden Sie viele schlecht gemachte Amateuraufnahmen mit welchen neue Mitarbeiter geworben werden sollen. Auch hier ist Vorsicht geboten. Wenn ein seriöses Unternehmen so etwas durchführt, dann wird es auch professionell produziert. Amateurvideos sollten in Ihnen Alarmglocken klingeln lassen
  • Sie sollen in Vorleistung treten
    Sie sollen Geschäftspartner werden und müssen dafür in Vorleistung treten. Auch hier ist Vorsicht geboten. Wenn Sie persönlich mit dem Geschäft vertraut sind und den Geschäftspartner kennen, mag das in Ordnung sein. Sonst leider nicht.
  • Schlechtes Deutsch
    Sie lesen das Angebot und es ist in einem sehr schlechten Deutsch verfasst. Sie bekommen sogar den Eindruck, dass es eine Maschinenübersetzung ist. Hierbei handelt es sich um ein weiteres K.O.-Kriterium. Seriöse Anbieter würden das von einem professionellen Übersetzungsbüro durchführen lassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*